Auch zwischen den Service-Intervallen braucht Dein Motorrad ein wenig Pflege.
Wir haben hier die wichtigsten Punkte aufgeführt,damit Dein "Baby" für die nächste
Tour fit ist und/oder heil über die Winterpause kommt.

Automatischer Kettenöler

Sicherlich hast Du schon das eine oder andere mal darüber nachgedacht, wie die Kette eines Motorrades wohl am länsgten hält, beziehungsweise am besten gepflegt wird. Hir der Tip: Montiere einfach einen Scttoiler an das Motorrad!

Der Scottoiler ist ein vollautomatischens Kettenschmiersystem, das in regelmäßigen Abständen Öl auf Ihre Kette treufelt.

Das bringt den Vorteil, daß man sich die Finger nicht mehr schmutzig macht - er übernimmt das Kette fetten. Das sorgt, kombiniert mit einem Spezialöl dafür, dass die Kette wesentlich länger hält - das spart Geld! Wir haben schon Hayabusa´s gesehen, die weit über 40.000 km mit der ersten Kette gelaufen hatten.

Hier ein Ausschnitt aus der technischen Beschreibung vom Scottoiler:

Der Scottoiler verlängert das Kettenleben bis zur 7-fachen Funktionsdauer
Für alle Motorradtypen inclusive Einspritzer
Erhöht die Leistung bis zu 2 KW
Wartungsfrei, 24 Monate Garantie
Für Strassen- und Offroad-Einsatz
TÜV-abgenommen - Nicht eintragungspflichtig

Die herkömmliche Methode der Kettenschmierung hat den Nachteil, daß sie Dreck anzieht, der die Lebensdauer der Kette und des Ritzels wesentlich verkürzt. Das Scottoiler-System hingegen reinigt Kette und Ritzel permanent, was sich in einer bis 7-fachen Funktionsdauer deutlich ausdrückt.

Darüber hinaus spart er Benzin, verbessert die Leistung am Hinterrad um bis zu 2 KW und gewährleistet stets eine saubere, ruhige und gleichmässige Übersetzung.

Das System funktioniert mittels Schwerkraft oder Elektrisch und schmiert die Kette vollautomatisch.

Der Scottoiler ist inzwischen über 25 Jahre ständig weiterentwickelt worden. Er benötigt keine Energie, hat keine Verschleissteile und passt problemlos an jedes Modell.

Das Herz des Systems, der Vorratsbehälter kann nahezu überall montiert werden und funktioniert in jeder Schräg- und Horizontallage.

Batteriepflege

Das kennen sicherlich viele von uns: Man hat sich ein schönes Bike gekauft, hat aber leider kaum Zeit zum Fahren. Genau an dem Sonntag, an dem man das Bike aus der Garage schiebt, ist natürlich die Batterie tot.

Also fängt man gefrustet an, die Kleine zu überbrücken. Sie springt auch sofort an. Probeweise machst man das Bike einmal aus, um zu sehen, ob sie danach wieder anspringt. Doch das macht sie ohne fremde Batterie nicht. Das klare Urteil: Die Batterie ist tiefentladen. Dies passiert durch die mangelnde Nutzung der Batterie und durch Kriechströme. Abhilfe gibt es hier nur, wenn man mindestens einen Pol der Batterie demontiert. Besser ist es jedoch, ein Batterie-Frischhaltegerät an sein Bike anzuschließen. Ein sogenannter "Akku Refresher" simuliert durch seine Technik den alltäglichen Fahrbetrieb und hält dadurch die Motorradbatterie über den Winter oder bei längeren Standzeiten fit. Zunächst erfolgt eine Ladung des Akkus mit konstantem Strom.

Erreicht die Ladespannung den maximalen Wert, wird die Batterie wieder aktiv entladen. Die Zellen werden dadurch ständig formiert. Dieser Vorgang verlängert die Lebensdauer der Batterie erheblich. Somit schützt und pflegt dieses Gerät Deine Blei-/Blei-Gel-Akkus völlig selbständig durch kontrolliertes Laden und Entladen. Die volle Kapazität der Batterie bleibt erhalten. Es ist ein ideales Gerät, um Batterien von Motorrädern über den Winter oder bei längeren Standzeiten aktiv zu halten.

Bremse prüfen

Ein alte Rennfaherweisheit sagt:
"Wer bremst verliert..."

Wir geben hier jedoch keine Tipps für die Rennstrecke und somit empfehlen wir, manchmal lieber "zu verlieren" - als im nächsten Baum zu stecken. Damit die Bremse auch perfekt funktioniert, sind ein paar wesentliche Punkte von Bedeutung:

Eine Bremsscheibe sollte erneuert werden, wenn sie verschlissen ist oder wenn sie einen Schlag hat.
Verschleiß kann man erkennen, wenn am äußeren Rand der Scheibe eine Kante zu spüren ist. Dabei ist eine leichte Kante o.k. - sie darf nur nicht zu tief sein. Ebenso sollte die Scheibe keine Riefen haben. Bremsscheiben mit Riefen haben Rillen, ähnlich wie bei einer Schallplatte - selbstverständlich nur viel stärker. Verschleißgrenzen sind bei jeder Bremsscheibe unterschiedlich. Die Mindestmillimeter sind auf jeder Bremsscheibe eingraviert.

Der Zustand des Belages ist sehr wichtig: Der Bremsblag ist ein Material, das auf eine Stahlplatte, auch Trägerplatte genannt, aufgetragen ist. Hierbei gibt es die verschiedensten Hersteller von Bremsbelägen. Unsere Erfahrung hat jedoch gezeigt, daß im Alltag ( nicht auf der Rennstrecke) die Originalbeläge von Suzuki die beste Alternative sind. Sicherlich bieten andere Hersteller Beläge, die langsamer verschleißen. Der Nachteil dieser Beläge ist jedoch, daß die Bremsscheibe schneller verschleißt. Da die Bremsscheibe wesentlich teurer ist als die Bremsbeläge, verlieren die vermeintlich günstigeren Beläge den Vorteil wieder.
Doch wie kann man erkennen, wann der Belag verschlissen ist? Bei den meisten Bemsbelägen einer Scheibenbremse erkennt man mindestens eine Nut. Diese Nut ist zu sehen, solange der Belag seine Verschleißgrenze nicht erreicht hat. Da man die Bremsbeläge nicht jedesmal ausbauen möchte, um den Zustand der Beläge zu prüfen, schaut man bei der vorderen Bremse von vorne und von unten auf die Innenseite der Bremse (durch das Rad "hindurch"). Wichtig ist, den Zustand der inneren Bremsbeläge zu prüfen, da die innen plazierten Beläge schneller verschleißen.
Solltest Du nicht klar erkennen, ob die Beläge "tot" sind, auf zum nächsten Suzuki-Motorradhändler! Denn hier hört jeder Spaß auf. Sind die Beläge von der Stärke in Ordnung und die Bremsleistung stimmt dennoch nicht, können die Beläge "verglast" sein. Um dies zu erkennen, müssen die Beläge demontiert werden. Eine Verglasung erkennt man an der sehr glatten, glasigen Oberfläche des Belagmaterials. Hier helfen meist nur neue Beläge. Damit die Neuen nicht verglasen, sollten die ersten 100 km Vollbremsungen vermieden werden - soweit möglich :-).

Hier jeweils ein Bild von einem neuen, einem gebrauchten und einem verglasten Belag:

Sie sind ähnlich aufgebaut wie ein Bremsbelag und befinden sich im Inneren einer Trommelbremse.
Auch hier gilt: Man muß die Beläge nicht jedesmal ausbauen, um den Verschleißzustand der Bremse zu prüfen. Es gibt hier immer einen Verschleißanzeiger.

Bei der Bremsflüssigkeit muß der Flüssigkeitsstand stimmen und sie darf nicht zu alt sein. Den Flüssigkeitsstand kannst Du prüfen, indem Du den Stand im Ausgleichsbehälter ansiehst. Hier ist immer ein Schauglas, das zwei Striche hat: Den Maximal- und Minimalstand. Steht die Flüssigkeit beim Minimalstand, so ist dies ein Indiz für einen verschlissenen Bremsbelag oder eine Undichtigkeit im Bremssystem (siehe Thema "Bremsleitungen"). Dazu muß die Bremsflüssigkeit ausgetauscht werden. Dies ist aus dem Grunde notwendig, da diese Flüssigkeit Wasser anzieht und speichert. Sollte die Bremse heiß werden, entsteht Wasserdampf und Du hast Luft in der Bremse - und somit keinen Bremsdruck mehr. Bei einer Talfahrt oder beim Bremsen aus hohen Geschwindigkeiten nicht gerade ideal... Das Wasserverhältnis in der Bremsflüssigkeit kann Deine Werkstatt prüfen. Allerdings sollte man sie spätestens alle 2 Jahre wechseln.

Auch hier gibt es zwei Faktoren, die zu beachten sind: Die Dichtigkeit und das Alter der Bremsleitung.
Zur Dichtigkeit: Beim Reinigen des Fahrzeuges achtet man immer nebenbei auf die Bremsleitungen. Selbstverständlich werden diese bei jeder Inspektion geprüft - die Leitung kann jedoch auch mal in der Zwischenzeit defekt sein: Prüfe an allen Verbindungen, ob hier Bremsflüssigkeit austritt. Bei einem positiven "Fund" solltest Du schnellstens eine Werkstatt besuchen und nicht mehr mit Deinem Bike fahren. Innerhalb von kürzester Zeit wird diese Bremse nicht mehr funktionieren.
Die Bremsleitung selber: Sie besteht bei Suzukis serienmäßig aus Gummi oder Stahlflex. Dieses Gummi härtet jedoch aus und sie wird porös. Im schlimmsten Fall kann eine poröse Bremsleitung sogar platzen. Suzuki schreibt vor, die originalen Leitungen alle 4 Jahre auszutauschen. Damit man jedoch nicht alle 4 Jahre in neue Leitungen investieren muß, gibt es Stahlflex-Bremsleitungen.
Diese haben zwei Vorteile: Sie werden nicht mehr porös und sie verbessern den Bremsdruckpunkt erheblich.

Damit jede Bremse leichtgängig ist: Das Schmieren nicht vergessen! Doch Vorsicht, nicht an den falschen Stellen sonst bremst die Susi nicht mehr. Geschmiert werden sollten auf jeden Fall die Gelenke des Bremshebels.
Bitte denk auch daran, daß die Bremshebel Deiner Maschine nicht verbogen sind. Bremshebel bestehen aus Alu-Druckguß. Dieses Material darf nicht verbogen werden - es besteht Bruchgefahr. Dazu ist ein nach vorne verbogener Bremshebel meist nicht mehr für die Fingerzahl zu erreichen, für die er mal geplant war.

Der Bremsattel ist das Teil, das die Bremsbeläge hält, aber das ist ohnehin klar. Achte darauf, daß alle Schrauben festgezogen sind. Solltest Du die Bremsbeläge zu spät wechseln, kann die Bremse so aussehen.

Die Bremsbeläge wurden bei Verschleiß nicht gewechselt. Dabei wurde selbst die Trägerplatte kaputtgebremst. Der Sattel wurde so heiß, daß er komplett ausgetauscht werden mußte. Es ließ sich hier keine Schraube mehr lösen! Generell gilt: Alle Schrauben der Bremse auf festen Sitz prüfen. Dies sollte nach Drehmoment geschehen. Bist Du nun im Urlaub: Ziehe sie mit viel Gefühl fest!

Haftungsauschluß: Wir geben Dir hier nur Tipps. Damit machen wir Dich noch lange nicht zum Werkstattmeister, der autorisiert ist, Bremsen zu reparieren. Wir haften nicht für falsch durchgeführte Arbeiten an der Bremse oder Tipps.

Chrompflege

Du besitzt ein Fahrzeug mit viel Chrom? Vielleicht sogar einen Chopper? Dann sieht es sicherlich nur wirklich klasse aus, wenn der Chrom auch richtig glänzt! Doch wie bleibt dieser auch lange schön blank, ohne daß der Chrom hochkommt oder das Alu Korrosionen bildet? Wir geben Dir auch hier ein paar Empfehlungen:

Vor der Chrompflege kommt das Säubern der Maschine!
Wie das funktioniert, kannst Du unter dem Kapitel "Motorradwäsche" nachlesen. Damit der Chrom von Deiner Suzuki nicht verblaßt, solltest Du Folgendes beachten:

1. Nicht Dampfstrahlen
2. Benutze "Never Dull" zur Reinigung und Hochglanzpolitur des Metalls.
3. Öle das Metall ein! Chrom, der absolut trocken poliert wurde, ist sehr anfällig gegen Rost. Nach der gründlichen Reinigung solltest Du als wichtigsten Schritt ein Sprühöl zur Hand nehmen. Dabei reinigt und konserviert es alle Lack- und Metallteile, schützt sie vor Spritzwasser, verhindert Rostansatz und erleichtert die regelmäßige Pflege durch den dünnen Ölfilm, den es hinterläßt. Es ist wirklich ein geniales Mittel, das wir ebenso lange in Gebrauch haben wie "Never Dull".
4. Solltest Du Dein Motorrad auch mal im Winter herausholen, und es wurde Streusalz auf den Straßen verwendet, dann mußt Du das Bike unbedingt nach dem Fahren mit Wasser abspülen. Ansonsten wird das Salz alle Metallteile zerfressen.

Fahrwerk

Ganz klar: Jedes Motorrad hat ein Fahrwerk - und zum Fahrwerk gehört schließlich immer auch ein Federbein, das hinten sitzt, und eine Gabel für vorn.

Wozu ein Fahrwerk?
Ganz kurz erklärt sollen beide Elemente für optimalen Kontakt zur Straße und mehr oder weniger für Komfort sorgen. Dabei gibt es Verstellvarianten ohne Ende. Wir erklären Dir hier grob die Fachbegriffe und geben noch ein paar Tips zur Fahrwerkseinstellung!

Doch - warum einstellen ?

Hier ein Experiment:

Fahre Deine Hausstrecke einmal alleine und direkt danach mit Sozius und, wenn möglich, mit voll beladenen Koffern. Du wirst es sofort merken:
Das Motorrad fährt sich ganz anders. Es liegt anders in der Kurve, beim Bremsen taucht die Gabel wesentlich stärker ein und bei Bodenwellen kann man ein Nachfedern spüren. Damit wollen wir sagen:
Solange man nicht schnell fährt oder es irgendwie eng wird, weil man von einem Pkw-Fahrer übersehen wurde, ist alles o.k., das Fahrwerk kann so bleiben, wie es ist. Unangenehm wird es nur, wenn die Kurve enger wird, man plötzlich das Bike abwinkeln will und keine Schräglagenreserve übrig ist - die Maschine setzt auf...

Hier der zweite Fall:

Du willst stark bremsen. Genau auf diesem Punkt wurde eine Bodenwelle plaziert und die Gabel hat keine Federreserven mehr, schlägt durch und bringt die ganze Fuhre durcheinander. Das Ergebnis eines richtig eingestellten Fahrwerks ist somit mehr Sicherheit auf der Straße. Bitte resigniere jetzt nicht und lasse einfach die 2. Person und das Gepäck weg.

Klare Sache: Ab zum Suzuki-Händler. Der gibt den Tip welches Bike wie eingestellt wird und ab geht’s!

Hier erst einmal ein paar Fachbegriffe - damit die Verständigung einfacher ist!

Telegabel:

Herkömmliche Gabel. Das Standrohr (der verchromte Teil) ist oben, das Gleitrohr (nicht verchromt und größer im Durchmesser) sitzt unten und ist über die Achse mit dem Rad verbunden.

Up-Side-Down-Gabel:

Hier wurde die Gabel umgedreht Standrohr oben0, Gleitrohr unten. Die Gabel spricht im Extrembereich besser an, da sie sich beim Eintauchen nicht verwindet (leichtes Verbiegen, durch die übertragenen Kräfte beim Bremsen). Sie wird bei vielen modernen Sportlern verwendet.

Druckstufe:
Sie unterstützt die Feder beim Einfedern. Wird sie zugedreht (reingedreht), federt die Federung langsamer ein. Dreht man sie auf, hat die Feder weniger Widerstand und federt leichter ein.

Zugstufe:
Kontrolliert das Ausfedern. Ist sie zugedreht, braucht die Federung länger, bis sie ausgefedert ist. Klar, daß sie beim aufgedrehten Zustand schneller ausfedert.

Federvorspannung:
Die Feder ist zwar vorgespannt, Du kannst diese Vorspannung jedoch verändern, indem die Feder unter einen höheren Standarddruck gespannt wird.

Progressive Gabelfedern:
Es sind Federn, die auf der einen Seite enger gewickelt sind, als auf der anderen Seite. Dies bringt den Effekt, daß die Federung erst weich anspricht. Federt das Fahrwerk stärker ein (bei Bodenwellen oder starkem Bremsen) kommt der härtere Bereich und die Maschine schlägt nicht mehr durch. Somit haben Straßenmotorräder meist mehr Federreserven.

Doch - was ist jetzt für uns Motorradfahrer interessant an der Gabel? Sie wurde doch nur von den Entwicklern montiert, damit sie funktioniert - oder nicht??

Ganz so einfach ist es nun auch wieder nicht: Sie kann erstens verschleißen oder Defekte aufweisen und zweitens kann man sie meist sogar einstellen!

1. Verschleiss / Defekt einer Gabel

Die Gabel ist gefüllt mit Öl. Damit dieses Öl nicht austritt, gibt es einen Simmering, einen Gummiring, der in dem Gleitrohr montiert ist. Dieser verschleißt selbstverständlich nach einiger Zeit und die Gabel leckt Öl. Der Simmering muß ausgetauscht werden. Oder möchtest Du Öl auf den Reifen und die Bremse bekommen? Es kann jedoch auch passieren, daß das Standrohr (das Chromteil) durch einen Steinschlag oder Rost einen Defekt in der Oberfläche hat. Dadurch wird der Simmering immer wieder zerstört, ein Austausch bringt somit gar nichts. Hier muß ein neues Gleitrohr her!

2. Einstellungen der Gabel

Viele Gabeln haben oben und unten Schrauben. Doch welche Schraube wie herumgedreht bringt nun was? Sei bitte vorsichtig. Drehe nicht wild an den Schrauben herum. Ein Fahrwerk ist serienmäßig meistens schon sehr gut eingestellt dabei läßt sich mehr verstellen als wirklich richtig machen. Wir erläutern hier erst einmal nur die Begriffe und erklären, was welche Folgen hat. Solltest Du mit Deiner Federung nicht zufrieden sein, empfehlen wir Dir dringend, Deinen Suzuki-Händler zu befragen! So, nun unser kleiner Kurs:

Schraube unten: Schau bitte erst einmal auf das obere Bild mit der Up-Side-Down-Gabel. Hier wurde die Schraube von uns schwarz umrandet. Diese Schraube steuert die Druckstufe und somit die Einfederungsgeschwindigkeit.

Schraube oben: Es ist das kleine Schräubchen in der Mitte von der Gabel, hier in Silber. Dreht man diese rein, wird die Gabel langsamer ausfedern. Klar, daß sie beim rausdrehen schneller ausfedert. Federvorspannung der Gabel: Diese ist hier blau.

Drehst Du sie rein, wird die Feder von vorn herein stärker unter Druck gesetzt und die Gabel wird härter. An dem hier goldenen Teil der Gabel bitte nicht herumschrauben. Diese ist nur zum zerlegen der Gabel gedacht.

3. Federbein einstellen

Das Federbein ist im Prinzip genauso einzustellen wie eine Gabel. Am oberen Ende oder an einem Ausgleichsbehälter (der mit einem Schlauch verbundene Behälter) kannst Du die Dämpfung in der Zugstufe einstellen. Am unteren Ende (meist im Auge des Federbeins) kannst Du die Druckstufe einstellen. Die Federvorspannung wird meist mit einem Hakenschlüssel, der im Bordwerkzeug liegt, über einen großen Kranz eingestellt.

Kettenpflege

Kettenspannung

Schon als Kinder lernen wir: Jede Kette ist nur so stark, wie ihr schwächstes Glied. Ein regelmäßige Kontrolle der Kette gehört somit zu den wichtigsten Pflege und Wartungsarbeiten am Motorrad. Ein Defekt oder gar Kettenriss kann schlimme Folgen wie einen Totalschaden des Motorrades haben. Als erstes kontrolliert man den Kettendurchhang, es wird im belasteten Zustand (das heißt: Der Fahrer sitzt auf der Maschine) geprüft, ob die Kette schon stark durchhängt. Falls nötig, wird die Kette gemäß den Herstellervorgaben im Handbuch gespannt, meist 3 - 4 cm.

Wann ist die Kette verschlissen ?

Eine ungleichmäßig gelängte Kette erkennt man daran, daß sie in einer Position genau richtig gespannt erscheint, dreht man das Hinterrad jedoch, hängt sie stark durch. Eine stark oder extrem ungleichmäßig gelängte Kette sollte sofort erneuert werden. Bei haifischförmigen Zähnen an Kettenritzel oder -rad besteht ebenso zwingender Handlungsbedarf! Dabei ist es zwingend notwendig, den Kettensatz immer nur komplett zu wechseln. Dies hat den Grund, das sich die neuen Teile ansonsten innerhelb kurzester Zeit den Alten anpassen und sie somit umsonst gewechselt wurden.

Kettenreinigung

Kettenschmutz lässt sich nur schwer entfernen, spezielle Kettenreiniger wirken hier Wunder. Der Dosen- oder Flaschenaufdruck klärt, ob das Präparat O-Ring-tauglich ist.

Kettenschmierung

Zum Schluss wird die Kette noch geschmiert, und zwar am besten mit Kettenspray. Vorteil der Sprays mit Teflon ist, dass sie weniger Schmutz auf der Hinterradfelge hinterlassen und den Rollwiderstand vermindern. Außerdem wirkt Teflon wie eine Konservierungsschicht gegen Nässe, Korrosion, Schmutz- und Staubpartikel, so dass die Schmierintervalle verlängert werden. Eine weitere Möglichkeit besteht darin, einen Scottoiler am Motorrad zu montieren. Die weitere Beschreibung ist unter der Rubrik Scottoiler finden.

Fit für den Winter

So - "Ihr Beide" habt eine klasse Saison hinter Euch - Du und Deine Maschine! Kilometer ohne Ende, vielleicht war sogar ein toller Urlaub in den Bergen drin. Doch es ist kalt geworden in Deutschland - und leider ist das Saisonkennzeichen im Oktober abgelaufen. Jetzt hat Deine Kleine Urlaub bis März. Schade eigentlich... aber sie bleibt jetzt über den gesamten Winter in Deiner Garage oder in Deinem Wohnzimmer stehen. Doch einfach nur abstellen, wäre erstens irgendwie unfair für Deine Kleine und zweitens nicht gerade klasse für den Werterhalt der Maschine. Also mußt Du ran!

Hier eine kleine Liste, die Du Dir ja gleich ausdrucken kannst.

1. Batteriepflege:

Um das Tiefentladen der Batterie zu verhindern (dies passiert durch die mangelnde Nutzung der Batterie und durch Kriechströme) solltest Du mindestens einen Pol der Batterie demontieren. Besser ist es jedoch ein Batterie-Frischhaltegerät an das Bike anzuschließen. Die Funktion des Gerätes ist unter "Batterie" erklärt.

2. Vergaser:

Wenn Du ein Motorrad mit Einspritzung hast, kannst Du dieses Kapitel überlesen. Für die anderen gilt: Weiterlesen!

Also jetzt für die Vergaserfahrer:

Im Vergaser befindet sich immer etwas Benzin. Dieses Benzin altert, verliert die leicht entzündlichen Stoffe und wird nach und nach immer dickflüssiger - ähnlich wie Petroleum. Dazu entstehen Ablagerungen und lassen mit der Zeit die Innereien des Vergasers "zuwachsen" (Ähnlich wie Kalk am Wasserhahn). Dieses kannst Du auf zwei Wegen einfach verhindern:

Der erste Weg: Benzin aus dem Vergaser ablassen.

Jeder Vergaser hat unten eine Ablaßschraube, über die das Benzin aus dem Vergaser abgelassen werden kann. Drehe zuerst Deinen Benzinhahn auf "zu" (oder bei Hähnen mit einer PRI-Stellung auf "ON"), lege einen alten Lappen und eine schale zwischen Vergaser und Motorblock und löse die Schraube. Jetzt läßt Du das Benzin so lange ablaufen, bis nichts mehr kommt. Nun ist der Vergaser leer und es kann bis zum Frühjahr nichts mehr passieren.

Der zweite Weg: Ein Aditiv tanken.

Wenn Du eine Maschine mit einer Vollverkleidung oder einen Chopper hast, kommst Du relativ schwer an den Vergaser ran. Aber es gibt ein Mittel, das Du in den Tank füllst, während Du das Motorrad ein wenig laufen läßt, so daß es auch in den Vergaser gelangen kann. Dieses Aditiv macht das Benzin auf einen langen Zeitraum stabil und reinigt nebenbei sogar noch den Vergaser. Bei uns wird das Mittel von Motul verwendet und die Firma hat sehr gute Erfahrungen mit dem "Fuel System Clean" gemacht.

3. Reifen:

Die Reifen Deiner Maschine sollten, wenn möglich, den Boden nicht berühren. Das heisst bei Motorrädern mit Hauptständer: stell sie auf diesen und lege einen Holzklotz unter Deinen Auspuff, so dass sie in der Waage "schwebt." Dazu prüfe den Luftdruck, er darf gerne ein Bar höher sein als vom Hersteller empfohlen. Wenn Deine Suzuki ohne Hauptständer geliefert wurde, kannst Du auch uns sogenannte Montageständer erhalten. Diese sind auch in der Saison superpraktisch, da sich die Felgen auf einem Ständer einfach besser reinigen lassen.

4. Sauber

Deine Maschine muss nicht zwingend blitz-blank sein (wie das geht, kannst Du unter "Reinigen" nachlesen). Besser ist es jedoch, wenn sie richtig sauber ist. Wichtig ist, dass Du zum Schluss nicht bei Salz gefahren bist. Wenn ja: Einmal mit einem normalen Wasserstrahl abduschen. Solltest Du das Winter-Streusalz nicht abspülen, wird es sich durch den Lack und Chrom fressen und die Suzuki sieht nach dem Winterschlaf nicht mehr schön aus. Jetzt lass sie trocknen und öle das komplette Motorrad mit einem Sprühöl ein. Doch bitte sprühe das Öl nicht auf Deine Bremsen und Reifen - ansonsten wirst Du zum Frühjahr eine böse Überraschung erfahren, indem Du auf der Nase liegst.

5. Sichtkontrolle/ Checkliste

Bevor Du die Suzuki nun weg stellst: Geh noch einmal ganz genau um sie herum. Sind da noch Mängel oder Kleinigkeiten, die vom Fachmann beseitigt werden müssen? Steht vielleicht sogar eine Inspektion an, die Du schon zweimal vergessen hast (sie ist bei den meisten Bikes alle 6000 km fällig)? Sollte Dir etwas auffallen: Sprich Deinen Suzuki-Händler noch im Winter an. Er kann Dir sicherlich ganz entspannt weiterhelfen - schließlich hat er jetzt keine Saison und hat jetzt noch mehr Zeit für Dich als im Frühjahr oder Sommer. Vielleicht hat Deine Maschine ja noch Garantie? Schau Deine Kleine mal ganz genau an. Im Winter ist Zeit dafür!

Reifen

Als erstes möchten wir Dir erklären, wie Du an Deinem Strassenmotorrad abgefahrene Reifen erkennen kannst. Viele Motorradfahrer denken, daß das Profil immer in der Mitte geprüft werden sollte. Das ist falsch. Die Vorschriften besagen, daß das Profil auf der gesamten Lauffläche (das heißt über die gesamte Reifenfläche, die mit der Straße in Kontakt kommen kann) eine Mindestprofiltiefe von 1,6 mm vorgeschrieben ist. Doch Du hast sicherlich nicht immer einen Profiltiefenmesser dabei. Für diesen Fall haben alle Reifenhersteller Abhilfe geschaffen! Im Rillenbereich des Profils sind kleine Erhöhungen. Dieses sind die Verschleißmesser. Sieht man jetzt, daß die Nase schon oder bald die Straße berührt, dann ist der Reifen verschlissen.


Meist ist es so, daß zuerst der Hinterreifen abgefahren ist. Die Verschleiß Regel: Zwei Reifen hinten, ein Reifen vorne. Bei einigen Reifen bildet sich auch ein sogenanntes Sägezahnprofil. Damit ist das schiefe Ablaufen der Reifenblöcke gemeint. Auch hier muss an der niedrigsten Stelle gemessen werden. Und nun hast Du festgestellt, das hilft garnix. Hier muß ein neuer Reifen rauf. Klasse, also möchtest Du den Reifen fahren, der im letzten Test empfohlen wurde. Dieser soll das Fahrverhalten verbessern und im Regen besser haften als Dein bisheriger Reifen. Achte jedoch bitte bei der Reifenwahl darauf, daß der Reifen auf dem Bike gefahren werden darf. Die Erlaubnis dazu gibt der Fahrzeugschein, der Kfz-Brief oder die Reifenfreigabe des Herstellers.

Verschleißgrenze

Viele Reifen werden jedoch erst nach Ausstellung dieser Dokumente auf den Markt gebracht. Jetzt gibt es also den neuen Bridgestone BT 21und Du möchtest ihn auf Deiner Bandit 1250 gerne fahren. Kein Problem. Auf zum Suzi-Händler. Dieser hat die passenden Freigaben unter seinem Tresen. Dazu hat jeder gute Händler immer ein paar Tips, welcher Reifen zu welchem Bike bestens paßt. Dabei solltest Du ganz klar beschreiben, wie Du Motorrad fährst. Der sportliche Motorradfahrer, der mit maximaler Schräglage durch die Kurven fährt, braucht einen eher weichen Reifen. Dieser verschleißt jedoch schneller. Der Tourenfahrer, der eher normal fährt und keinen Wert auf Rennstreckentauglichkeit legt, sollte sich einen Reifen aussuchen, der etwas härter ist. Durch diese Eigenschaft hält der Reifen zum Teil wesentlich länger.

Die Firma Bridgestone hat hier das System der dreifach Laufflächenmischung entwickelt. Dabei ist der Reifen außen weicher, in der Kurve wird natürlich mehr Grip benötigt, und in der Mitte härter, damit der Reifen länger hält.

Motorradwäsche

Die richtige Pflege eines Motorrads beginnt mit dem regelmäßigen Waschen und Trocknen.

Nur ein sauberes Motorrad kann bis ins kleinste technische Detail perfekt funktionieren. Zudem fallen beim gründlichen Säubern Verschleiß (Beispielsweise der Bremse, der Reifen und Kete), Unzulänglichkeiten und Defekte eher ins Auge.

Natürlich gibt es heute recht komfortable Wege, um ein Motorrad zu reinigen. Allerdings ist die beliebte Reinigung per Dampfstrahlgerät eine recht ungesunde Methode. Der hohe Druck, mit dem diese Geräte arbeiten, lässt Feuchtigkeit leicht in jede kleinste Ritze dringen, aus der sie nur schwer wieder entfernt werden kann. Korrosion, das heißt Rost, ist die Folge. Außerdem wird dabei Fett an Stellen beseitigt, wo es für die Funktion von Bauteilen lebensnotwendig ist. Bestes Beispiel sind die Rad- und Schwingenlagerung.

Am Besten eignet sich immer noch die altbewährte Methode mit Putzeimer, Wasser, Autoshampoo oder Haushaltsspülmittel und Schwamm. Eine wesentliche Erleichterung ist, wenn das Motorrad vorher mit fett- und schmutzlösendem Reiniger eingesprüht wird.

Empfehlenswert ist auch der Erwerb eines Sets von verschiedenen Bürsten, die an schlecht zugänglichen oder verkrusteten Stellen helfen. Motorgehäuse, Schwinge, Fußrasten und Felgen werden mit spieziellen Motorradreinigern von Motul gereinigt. Vorsicht bei den Bremsscheiben. Hier sollten fettfreie Bremsenreiniger eingesetzt werden. Erst nach dieser gründlichen Vorbehandlung erfolgt der Hauptwaschgang per Schwamm und Wasser.

Danach wird das Motorrad gut abgeledert. Schlecht zugängliche Stellen befreit man per Luftstrahl aus dem Kompressor vom Wasser oder dreht mit dem Bike eine Runde um den Block. Wer seinem Motorrad schließlich zu neuem Glanz verhelfen will, der kann auf Lack- und Chrompolitur zurückgreifen.

Denn Werner´s alte Weisheit ist: "Spar ja nicht mit dem Öl!" Denn Öl auf Metall verhindert schließlich Rostanfälle.

Ein Tip noch an die Winterfahrer: Selbst wenn Ihr bei schönem Wetter im Winter eine Tour gemacht habt, liegt oftmals noch Streusalz auf der Straße. Das Salz wird von den Rädern aufs Motorrad geschleudert und kann sich in den Lack beziehungsweise ins Metall fressen. Daher solltest Du das Motorrad nach dem Fahren einmal kurz abduschen, ansonsten wird sich das Fahrzeug nach der kleinen Kältepause in einem pickeligen Zustand befinden.

Schlösser pflegen

Nicht nur der Lack und die Anbauteile brauchen regelmäßige Pflege - sondern auch die Schlösser einer Maschine. Sollten sie nicht regelmäßig gepflegt werden, können Schlösser anfangen zu haken. Also: Zur Schließzylinderpflege sollte Grafit-Spray verwendet werden ( Grafit ist auch in dem Schloßenteiser für PKW enthalten). Bitte kein Öl. Dieses verharzt, somit verklebt das Schloß.

Das Mittel in den Schlüssel-Schlitz einfüllen, den Schlüssel mehrmals hintereinander reinstecken und herausziehen, mehrmals schließen. Jetzt ist das Schloß geschmiert. Achte darauf, das die kleine Klappe, die den Zylinder schützt, auch schließt, damit das Schloß nicht ganz so häufig nachgeschmiert werden muß.

Was tun, wenn sie täglich draussen steht?

Dein Bike steht täglich draussen? Bei Wind und Wetter?

Sicherlich wird es unter den Witterungsbdingungen leiden, solltest Du keine Vorkehrungen dagegen treffen. Ansonsten wird es spätestens nach dem nächsten Winter nicht mehr schön aussehen.

1. Grundregel: Immer schön einölen! Wie das geht, ist unter "Wash your bike" erklärt.

2. Regel: Wirf eine schützende Plane über "Sie". Das hilft eineseits neidische Blicke von Vandalisten abzuhalten und andererseits schützt es vor der Witterung. Wir empfehlen hier 2 Planensysteme. Sie Erste Plane ist Wasserdicht, wohin gegen die 2. Plane auch noch atmunksaktiv ist (ähnlich wie die Gore-Tex-Jacke). Das hat den Vorteil, das sich unter der Plane bei gutem Wetter kein Wasserdampf bilden kann, wenn nach dem Regen die Sonne wieder lacht. Das Metall und der Chrom bleiben trocken, Rost soll sich nicht mehr bilden.

Motorradhülle 100% Wasserbeständig, kältebeständig, mit verstärketen Ösen (für das Schloß), bis 180 °C hitzebeständig, bis 30°C Waschmaschinenfest, mit Gummizug vorne und hinten.

Dennoch: Besser ist, wie oben erklärt, die atmungsaktive Faltgarage:Zusätzlich zur Wasserdichtigkeit hat sie den Vorteil, das sie sehr leicht ist und ein kleines Packmaß hat. Dazu ist sie absolut wasserdicht und extrem reißfest.