Es ist ein merklich großer Unterschied ob man nun alleine und
eigenverantwortlich fährt oder in einer Gruppe mit mehren Bikern unterwegs
ist. Jeder sollte hier auf seinen Vorder- und Rückmann acht geben. Damit
auch Neulinge kein Problem mit den Gruppen-Regeln haben, hier ein paar
Tipps für Euch.

Das wichtigste zur Wochenendtour

Ganz klare Sache:

1. Du musst eine Maschine haben
2. Du darfst die Kumpels nicht vergessen - mit Ihnen macht es gleich doppelt so viel Spass
3. Ihr braucht ein Ziel
4. Das Moped sollte Technisch in Ordnung sein.

Das sind gleich 4 Wünsche auf einmal. Du fragst Dich jetzt sicherlich, wie das alles auf einmal erledigt werden soll...

Hier eine kleine Auswahl von Lösungsmöglichkeiten der ersten Anforderung:

..wenn Dir diese Alternativen alle nicht so richtig liegen, dann haben wir da noch einen erwähnenswerten Vorschlag!

Frage Deinen SUZUKI-Händler, ob er Dir eine verkauft. Wenn er einen sehr guten Tag hat, wird er es machen. Du denkst jetzt sicherlich: "Welch langweilige Alternative..." Aber dem ist nicht so! Das Garantieren wir Dir. Sicherlich - du könntest auch mit einem Motorrad einer anderen Marke zu Deiner Tour fahren. Aber mit einer SUZUKI wirst Du Spaß haben, wie mit keiner anderen. Klar, die Anderen fahren auch. Es gibt auch sicherlich Motorräder, die sind etwas seltener auf der Straße. Doch die wollen wir hier mal ausklammern, da sie entweder zu teuer oder zu unzuverläßig sind. Aber unter den Japanern ist eine "Susi" die Machine mit den eindeutigsten Eigenschaften. Klar, eine 9er ist auch schnell. Aber sie soll doch irgendwie immer nebenbei auch mit ihrer Auslegung etwas touristisch rüberkommen. Das wird einem niemals bei einer GSX-R passieren. Es ist halt ein reiner Racer.

Eine Auswahl von dem zweiten Problem: Woher die Motorradkumples nehmen?

Du könntest zu einem Motorradtreffen fahren und einen Biker mit Motorrad überreden, mit Dir die nächsten Tage Motorrad zu fahren. Vielleicht sagt er Dir dann, das Du ja ganz O.K. bist, solange Du die Getränke bezahlst. Er kann Dich aber ansonsten irgendwie nicht ausstehen. Dann biete ihm Geld für die Tour. Ab einer bestimmten Grenze kommt er sicherlich mit.

Fahre alleine in ein Motorradhotel. Es gibt dort eigentlich immer Biker, den man sich anschließen kann, um mit ihnen Touren zu unternehmen und abens ein gemütliches Bierchen zu trinken, währen man eine Menge Benzin labert.

Doch die beste Möglichkeit ist, wenn Du einfach Deine Freunde überredest. Dabei musst Du die Jungs und Mädels einfach nur oft genug und über einen langen Zeitraum begeistern. Irgendwann geben sie dann entnervt auf und lassen sich von Dir zum Suzuki-Händler schleifen. Den Rest macht dann schon der freundliche Verkäufer.

Wenn Du ein paar Kumpels gefunden hast: Mache Dir klar, was für Bikes sie fahren, über wie viel Erfahrung sie verfügen und ob sie tatsächlich schon einmal über 200 km/h am Stück gefahren sind. Das vermeidet viele Mißverständnisse von vorn herein.

Was ist beim Motorrad zu beachten?

Eine ausführlich Anleitung ist nachzulesen unter der Rubrik "Tourenvorbereitung."

Tourenvorbereitung

Jeder Biker kennt es: Das Wetter ist klasse, man trifft sich mit ein paar Leuten und fährt los. Wochenendtour, doch um sich das Glücksgefühl nicht zu verderben, sollten ein paar kleine Vorbereitungen getroffen werden.

Wochendtour

1. Luftdruck prüfen:
Im Zwei-Mann-Betrieb oder mit Gepäck den Luftdruck, wie in der Bedieungsanleitung vorgeschrieben, erhöhen. Der Vorgeschriebende Luftdruck steht bei einer Suzuki meist auf einem Aufkleber auf der Schwinge hinten links. Der Luftdruck sollte auf jeden Fall bei einem kalten Reifen geprüft werden - nach 3 Kilometern wird er warm sein!

2. Kette prüfen:
Hat die Kette die richtige Spannung, ist sie gefettet? Wie die Kette gespannt wird, steht ebenso in der Bedienungsanleitung. Gehe hier jedoch keine Experimente ein. Eine falsch gespannte Kette kann reißen und zum Sturz oder Motorschaden führen. Dazu muß die Kette gefettet sein. Das heißt: Wenn man von hinten auf das Kettenrad schaut, müssen die Rollen der Kettenglieder dunkel (gefettet) sein. Die Kette sollte möglichst Abends noch im warmen Zustand eingefettet werden. Dadurch zieht das fett besser ein. Das passende Sprüh-Fett bekommst die bei jedem Motorradhändler oder an dieTankstelle um die Ecke.

3. Bremsbeläge:
Auf Verschleiß prüfen. Siehe "Bremse prüfen"

4. Reifen:
Wie sehen die Reifen aus? Prüfe bitte den Luftdruck, die Profiltiefe (nein, auf der Landstraße werden keine Slicks eingesetzt. Zumindest nicht auf einer Wochenendtour!) und den allgemeinen Zustand der Reifen. Die Reifen sollten eine Mindest-Profiltiefe haben. Wichtig ist: Fahre nicht mit Reifen los, die "gerade eben noch so reichen." Das kann einem unterwegs entweder die schönen Touren versauen, da man kein Profil mehr hat - oder: Wenn es regnet geht man ein erhebliches Sicherheitsrisiko ein. Erste Anzeichen, daß sie porös sein könnten sind die kleinen Riße in der Laufrichtung. Sollten durch die Riße schon die Karkasse zu sehen sein und es ist schon Samstag Mittag, fällt Deine Tour flach. Der Reifen darf keinen Meter mehr gefahren werden. auch nicht mit der "Ich drück da mal die Augen zu" Philosophie. Denn der Reifen wird platzen.

5. Licht:
Umbedingt das Licht einmal durchschalten und einen Set Ersatzbirnen mitnehmen. Viele moderne Motorräder haben Glühlampen, die es nicht an der gewöhnlichen Tankstelle gibt. Sollten Sie diese unterwegs nicht benötigen, so wird sich sicher einer der Freunde über die geliehene Lampe freuen und sich abends mit einem kühlen Bierchen bedanken.

6. Ölkontrolle:
Mache als erstes eine Ölstandskontrolle. Wie das geht, kannst Du in der Bedienunganleitung nachlesen, oder rufe kurz beim Suzuki-Händler an. Noch genügend Öl vorhanden? Dann schau bitte nach, wie lange der letzte Ölwechsel her ist. SUZUKI empfiehlt bei den meisten Modellen: Entweder nach 6.000 km, oder nach einem Jahr. Je nachdem, was nun früher eintritt.

7. Schrauben:
Ziehen Sie alle wichtigen Schrauben vorsichtshalber nach. Denn: Was ist, wenn Sie zum Beispiel im Ausland sind und auf einmal ohne Kenzeichen da stehen?

8. Pflicht-Gepäck:
Motorrad-Verbandszeug: In Österreich sogar Vorschrift. Reifen-Reparatur-Set: Damit Sie auch am Wochenende irgendwo in den Alpen mit einem "Platten" weiterkommen.
Kaltmetall: Sollte Ihr Motorrad aufgrund einer kleinen Unachtsamkeit einmal Bodenkontakt gehabt haben und es ist ein Loch im Kühler oder im Motor enstanden, so ist es ideal zum abdichten.
Bordwerkzeug: Überprüfen, ob alles dabei ist und ergänzen sie es gegebenenfalls.

9. Bekleidung
Achten Sie darauf, daß Sie wasserdichte Bekleidung mitnehmen. Sollten Sie Leder tragen, so ist es unverzichtbar einen Regenkombi als Ein- oder Zweiteiler mit zu nehmen. Leder braucht sehr lange, bis es trocken ist und im nassen Leder kühlen Sie aus und verlieren den Spaß am fahren.
Genauso sollten Sie an wasserdichte Überzieher für Hände und Füße denken. Ein zweites paar Handschuhe mitzunehmen schadet nie - sie nehmen nicht viel Platz weg und Sie haben immernoch ein trockenes Paar dabei. Wenn Sie beschichtete Bekleidung oder sogar Bekleidung mit Gore-Tex-Membrane tragen, brauchen Sie keine Regenkombi. Ganz klar ist nur, daß Sie Ihre Füße und Hände wasserdicht verpacken sollten. Sollten diese naß werden, frieren sie nämlich sofort.

10. Verbesserungen am Motorrad
Sie fahren ein Motorrad mit einer Verkleidung? Klasse. Dann haben Sie es auf einer Autobahnetappe wesentlich leichter, Ihr Nackenbereich wird es Ihnen danken. Wir empfehlen Ihnen jedoch, daß Sie sich eine hohe Tourenscheibe von z.b. MRA kaufen. Diese liegen bei ca. 75,- € bis 140,- € und sind für jedes gängige Motorrad verfügbar.

Sollten Sie Fragen, oder Probleme mit diesen Punkten haben, so wird Ihnen jeder SUZUKI-Motorradhändler gerne weiterhelfen. Er bietet ihnen auch sicherlich einen Urlaubs-Check an.

Pflege während der Tour

Klasse, Sie sind unterwegs, es bringt einen Heidenspaß. Berg auf, Berg ab. Herlich, Ihnen wird schon fast schwindelig, bei diese Kurven. Abends sind Sie wieder im Hotel oder auf dem geplanten Campingplatz angekommen. Doch das Bike sollte nicht einfach nur abgestellt werden und seinem Schicksal bis zum nächsten Morgen überlassen werden! Hier eine kleine Liste an Details, die regelmäßig überprüft werden sollten:

Fertig!!!

Ab in den Pool oder die Dusche. Danach ein schönens kühles Getränk und wild Benzingespräche führen :-)

Unterwegs mit Gepäck

Sie haben sich überlegt, ein herrliches Wochenende mit dem Motorrad zu verbringen. Auf dem Motorrad sitzend brauchen Sie eigentlich auch nix an Gepäck, doch! Was ist mit nachts? Klar, Sie benötigen noch etwas außer dem Lederkombi zum anziehen und waschen müssen Sie sich auch noch! Doch wie soll das Gepäck nun verstaut werden? Wir haben Ihnen hier ein paasr Tips zusammengestellt, wie Sie Ihr Fahrzeug richtig beladen sollten! Die richtige Gewichtsverteilung ist ein nicht zu unterschätzender Faktor für Fahrstabilität und Fahrsicherheit. Sie sollten diese Punkte für sicheren Fahrspaß mit Gepäck beachten:

•Nehmen Sie so wenig wie möglich mit und beachten Sie unbedingt das zulässige Gesamtgewicht der Maschine (siehe Fahrzeugschein).
•Passen Sie die Gabel- bzw. Federbeineinstellung der höheren Beladung an. Wie das geht, können Sie in Ihrer Bedienungsanleitung nachlesen (oder fragen Sie Ihren SUZUKI-Händler)
•Den Reifenluftdruck sollten Sie erhöhen (siehe Betriebsanleitung).
•Verändern Sie das ursprüngliche Gleichgewicht der unbeladenen Maschine möglichst wenig. Das heißt: Gepäck nahe an dem Schwerpunkt und das Vorderrad sollte nicht zu sehr entlastet werden. Schwere Gegenstände (z. B. Werkzeug oder Fotoausrüstung) am besten unten im Tankrucksack verstauen. Grundsätzlich sollte der Tankrucksack bei der Beladung Vorrang vor Koffern haben.
•Befestigen Sie niemals Gegenstände am Lenker oder Gabel. Dies macht die Maschine unhandlich und kann ganz schnell zu gefährlichem Lenkerflattern oder verhaken der Lenkung führen. Verstauen Sie die Gepäckstücke so, daß Fahrer/in und Beifahrer/in in ihrer Bewegungsfreiheit nicht zu sehr eingeschränkt werden. Besonders prall bepackte Rucksäcke zwingen dem Träger häufig eine unbequeme Sitzhaltung auf, die zu schnellerer Ermüdung führt.
•Ein Rucksack ist, wenn möglich, immer zu vermeiden. Der Beifahrer wird sich unnötig quälen, da die Riemen durch den Winddruck noch nach unten gedrückt werden und dem Beifahrer die Schultern abschnüren.
•Koffer und Topcase sollten nicht überladen (Hersteller-Angaben beachten!) werden, da sie beim Bremsen oder in anderen Situationen abreißen können. Beide Seitenkoffer möglichst gleich schwer beladen, schwere Sachen nach unten.
•Gleiches gilt für Angaben zur Höchstgeschwindigkeit mit Koffern. Gepäckstücke sollten Sie gut befestigen und sichern und darauf achten, dass nichts flattern kann. Alles was flattert, nervt beim Fahren und zerreißt mit der Zeit.